1848 passierte dem Bahnarbeiter Phineas Gage etwas Unvorstellbares: Bei einer Explosion schoss ihm eine Eisenstange quer durch den Schädel. Er überlebte wie durch ein Wunder – doch der vordere Teil seines Gehirns (der Frontallappen) wurde zerstört.
Was danach geschah, schrieb Medizingeschichte: Aus einem verantwortungsvollen, sozialen Menschen wurde plötzlich eine extrem impulsive, aggressive und triebgesteuerte Person. Empathie und Vernunft waren verschwunden. Warum? Weil die biologische Hardware beschädigt war.
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Wenn ich mir heute unsere Gesellschaft ansehe – die zunehmende Gereiztheit, die extreme geistige Abwesenheit, die aggressive Impulsivität –, muss ich oft genau an diesen Fall denken.
Wir haben zwar keine Eisenstangen im Kopf, aber wir beschädigen unser Leib auf eine andere, schleichende Weise: durch chronischen Nährstoffmangel.
Unser Frontalhirn – das Areal, das uns rational, sozial und mitfühlend macht – ist der größte Energiefresser in unserem Körper. Die moderne „Standard-Ernährung“ liefert zwar massenhaft leere Kalorien, verwehrt dem Gehirn aber die essenziellen zellulären Baustoffe.
Die Folge? Das Gehirn hungert. Es schaltet in den Überlebensmodus, dimmt das energieintensive Frontalhirn herunter und überlässt dem primitiven, emotionalen Stammhirn das Steuer.
Unser Bewusstsein und unser Charakter sind keine abstrakten Konzepte. Sie brauchen ein biologisches Fundament, das täglich mit den richtigen Nährstoffen versorgt werden muss.
Habt ihr euch auch schon mal gefragt, wie viel von unserem heutigen gesellschaftlichen Klima eigentlich ein reines Problem des Lebensstiels ist?
Schreibt es mir in die Kommentare.
Mehr philosophische und systemische Gedanken dieser Art teile ich regelmäßig in meinen Bewusstseinsimpulsen. Lest gerne rein.

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